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Cyberangriff: Was kleine Unternehmen vorher klären sollten

Ein Cyberangriff ist für kleine Unternehmen nicht nur ein IT-Problem. Fallen Rechner, Kassensysteme oder Kundendaten aus, kann schnell der gesamte Betrieb stillstehen. Laut Hiscox Cyber Readiness Report 2026 wurde fast jedes dritte untersuchte kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland innerhalb eines Jahres erfolgreich angegriffen. Betroffene Betriebe waren anschließend im Durchschnitt rund 42 Stunden nicht arbeitsfähig.

Deshalb sollten auch Selbstständige und kleinere Betriebe einen Notfallplan haben. Wichtig ist zunächst, regelmäßig Sicherungskopien wichtiger Daten anzulegen und diese so aufzubewahren, dass sie bei einem Angriff nicht ebenfalls verschlüsselt werden können. Zugriffsrechte sollten auf das Notwendige begrenzt, Software aktuell gehalten und Mitarbeiter für verdächtige E-Mails und Zahlungsaufforderungen sensibilisiert werden. Denn zu den häufigsten erfolgreichen Angriffen zählt inzwischen Finanzbetrug, bei dem beispielsweise Zahlungen auf falsche Konten umgeleitet werden.

Auch der Versicherungsschutz sollte geprüft werden. Eine Cyberversicherung kann je nach Vertrag beispielsweise Kosten für IT-Forensik, Datenwiederherstellung, Betriebsunterbrechungen oder die Abwehr von Haftungsansprüchen übernehmen. Entscheidend ist aber nicht allein, ob eine Police vorhanden ist: Unternehmen sollten wissen, welche Schäden versichert sind, welche Sicherheitsmaßnahmen der Versicherer voraussetzt und wen sie im Ernstfall sofort kontaktieren müssen.

Ein solcher Notfallplan sollte nicht erst gesucht werden, wenn die Rechner bereits ausgefallen sind. Ansprechpartner beim IT-Dienstleister und Versicherer, wichtige Telefonnummern sowie die nächsten Schritte nach einem Angriff gehören deshalb auch außerhalb des eigenen IT-Systems griffbereit abgelegt.

Quelle: Hiscox Cyber Readiness Report 2026.