Die geplante Frühstartrente soll Kindern ab 2027 den Einstieg in die private Altersvorsorge erleichtern. Nach den bisherigen Plänen zahlt der Staat für berechtigte Kinder bis zum 18. Geburtstag monatlich zehn Euro in ein Altersvorsorgedepot ein. Eltern können den Betrag freiwillig aufstocken und so den langfristigen Vermögensaufbau ihrer Kinder unterstützen.
Viele Eltern stehen dem Konzept grundsätzlich positiv gegenüber. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Befragung, dass rund jeder vierte Elternteil den staatlichen Zuschuss zunächst nicht ergänzen möchte. Dabei unterschätzen viele offenbar, wie begrenzt die Wirkung der Förderung allein ist. Zehn Euro monatlich können zwar über viele Jahrzehnte Erträge erwirtschaften, für eine spürbare zusätzliche Altersvorsorge reicht der staatliche Zuschuss jedoch nicht aus. Je früher und regelmäßiger zusätzlich gespart wird, desto stärker kann der Zinseszinseffekt wirken.
Für Eltern lohnt es sich deshalb, das geplante Depot nicht nur als staatliche Förderung zu betrachten, sondern als langfristiges Vorsorgeinstrument. Schon kleine zusätzliche Einzahlungen können über viele Jahre einen deutlichen Unterschied machen. Gleichzeitig wünschen sich viele Familien eine möglichst einfache Umsetzung ohne komplizierte Anträge sowie verständliche Informationen zur Funktionsweise der Frühstartrente. Denn eine gute Idee entfaltet ihre Wirkung erst dann, wenn sie im Alltag auch tatsächlich genutzt wird.
Quelle: MLP School of Financial Education/YouGov, April 2026.



