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Cyber bleibt größtes Geschäftsrisiko

Cyberangriffe sind weiterhin das größte Geschäftsrisiko für Unternehmen. Gleichzeitig gewinnt Künstliche Intelligenz rasant an Bedeutung – als Chance, aber auch als neuer Risikofaktor.

Cybervorfälle stehen auch 2026 weltweit an der Spitze der größten Geschäftsrisiken. In einer internationalen Befragung bewerteten 42 Prozent der Teilnehmenden Cyberangriffe, IT-Ausfälle und Datenschutzverletzungen als größte Bedrohung für Unternehmen. In Deutschland fällt das Bild noch deutlicher aus: Hier sehen 52 Prozent der Befragten Cyberrisiken auf Platz eins – mehr als im Vorjahr und deutlich über dem globalen Durchschnitt.

Besonders betroffen sind kleine und mittelständische Unternehmen, die häufig über begrenzte Ressourcen für Cybersicherheit verfügen. Hinzu kommt: Digitale Risiken betreffen längst nicht mehr nur IT-Abteilungen. Mitarbeitende geraten zunehmend ins Visier von Phishing, Social Engineering und KI-gestützten Betrugsversuchen und können so ungewollt zur Schwachstelle werden.

Künstliche Intelligenz ist der größte Aufsteiger im aktuellen Risikoranking. Weltweit sieht rund ein Drittel der Befragten KI inzwischen als zentrales Geschäftsrisiko. In Deutschland erreicht sie Platz vier – hinter Cyberrisiken, Betriebsunterbrechungen und regulatorischen Veränderungen. Gründe sind unter anderem rechtliche Unsicherheiten, neue Haftungsfragen, Risiken durch Desinformation sowie fehlende Governance-Strukturen.

Die Ergebnisse zeigen: Digitale Resilienz wird zunehmend zum Erfolgsfaktor. Unternehmen müssen technische Sicherheit, klare Regeln und das Bewusstsein der Mitarbeitenden stärker zusammendenken, um den wachsenden digitalen Risiken wirksam zu begegnen.