Das Bewusstsein für die Bedeutung der Altersvorsorge wächst bei jungen Menschen deutlich. Dennoch bleibt das konkrete Handeln auf niedrigem Niveau. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Befragung im Auftrag der Generali Deutschland AG unter 18- bis 32-Jährigen.
Für 77 Prozent der Befragten ist Altersvorsorge ziemlich bis sehr wichtig – deutlich mehr als noch vor fünf Jahren. Gleichzeitig sorgt jedoch weiterhin nur gut die Hälfte aktiv für das Alter vor. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Jüngsten: In der Altersgruppe der 18- bis 22-Jährigen liegt der Vorsorgeanteil nur noch bei 41 Prozent, deutlich weniger als noch im Jahr 2020.
Groß ist dagegen die Sorge vor Altersarmut. Mehr als sieben von zehn jungen Menschen fürchten, im Ruhestand finanziell nicht ausreichend abgesichert zu sein. Besonders ausgeprägt ist diese Angst bei jungen Frauen. Gleichzeitig sorgen sie seltener privat vor als Männer – ein Unterschied, der langfristig zu zusätzlichen Versorgungslücken führen kann.
Verändert hat sich auch, wo junge Menschen Informationen suchen. Gespräche mit den Eltern verlieren an Bedeutung. Stattdessen informieren sich viele über eigene Recherchen im Internet, im Freundeskreis oder über soziale Medien. Persönliche Beratung spielt bislang nur für einen kleineren Teil eine Rolle.
Die Ergebnisse zeigen ein klares Spannungsfeld: Das Problembewusstsein ist vorhanden, doch der Schritt zur konkreten Vorsorge bleibt für viele aus. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und begrenzter Leistungen der gesetzlichen Rente wächst damit der Handlungsdruck – sowohl bei der Aufklärung als auch bei der Ausgestaltung verständlicher und langfristig tragfähiger Vorsorgelösungen.



