Mehr als jeder zweite Angestellte unter 25 Jahren kann sich inzwischen vorstellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Die Bereitschaft zur Selbständigkeit ist in dieser Altersgruppe innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen und liegt nun bei 52 Prozent. Auch bei den 25- bis 39-Jährigen wächst das Interesse, wenn auch moderater.
Ganz anders fällt das Bild bei älteren Beschäftigten aus. Ab dem 40. Lebensjahr lehnt eine klare Mehrheit die Selbständigkeit ab. Nur rund ein Viertel dieser Altersgruppe sieht darin noch eine berufliche Option. Insgesamt führt dieser Generationeneffekt dazu, dass die Gründungsbereitschaft über alle Altersgruppen hinweg nur leicht zunimmt.
Besonders hoch ist das Interesse an der Selbständigkeit bei Beschäftigten im IT-Bereich sowie bei Angestellten, die regelmäßig im Homeoffice arbeiten. Auch geschlechtsspezifische Unterschiede bleiben bestehen: Männer zeigen weiterhin eine etwas höhere Gründungsneigung als Frauen.
Regional konzentriert sich der Unternehmergeist vor allem auf die Stadtstaaten. In Berlin, Hamburg und Bremen ist die Bereitschaft zur Selbständigkeit deutlich höher als in ostdeutschen Flächenländern wie Sachsen oder Thüringen, wo eine Mehrheit einen solchen Schritt grundsätzlich ablehnt.
Unterschiede zeigen sich auch unter bereits Selbständigen. Jüngere Unternehmer blicken deutlich optimistischer auf die Zukunft ihres Geschäfts als ältere. Während ein Großteil der unter 45-Jährigen ihre wirtschaftliche Lage als stabil einschätzt, wächst mit zunehmendem Alter die Skepsis gegenüber der eigenen unternehmerischen Zukunft.
Die Ergebnisse stammen aus einer repräsentativen Befragung von mehreren tausend Erwerbstätigen in Deutschland, die im Auftrag der HDI Deutschland AG durchgeführt wurde.



